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Mein erstes…

10/10/2010

der Abschied von meinem geliebten Polo (mein erstes Auto), hat mich zu einer neuen Liste inspiriert:

Mein erstes/erste/erster….

…selbstgebastelter Drache, entstand mit Hilfe meines Vaters und meines Großvaters. Ich war noch unter vier und durfte die Schleifchen für den Schwanz verzieren und falten. Als er fertig war, fand ich ihn wunderschön und in meiner Erinnerung ist er auch gigantisch groß gewesen. Trotzdem hat mein Vater es geschafft ihn fliegen zu lassen. Eine wunderschöne Kindheitserinnerung.

…deutsches Essen bekam ich in der Jugendherberge Brilon serviert. Bei uns zu Hause kochte Mama nie deutsch, da sie die Speisen selber nicht kannte. Manchmal gab es eine abgewandelte Art Spagetthi, aber mit Italien hatte das nichts zu tun. Mein erstes deutsches Essen war rein kulinarisch gesehen eine Katastrophe. Hühnerfrikassee in einer Jugendherberge. Ich will gar nicht wissen, was die uns da reingemischt haben, aber ich weiß das ich bis heute selbst beim Gedanken an Hühnerfrikassee eine unangenehme Gänsehaus und ein flaues Gefühl im Magen bekomme. Damals rief ich weinend zu Hause bei meinen Eltern an und schniefte ins Telefon „Mama, die Deutschen essen Kotze!“. Mama behauptet übrigens immer noch ich wäre ganz mager von der  Klassenfahrt zurück gekehrt.

…bewußt selber ausgesuchter Musikträger war eine Kassette mit dem ersten bekannten Album von New Kids On The Block. Mein Lieblingslied von NKOTB war übrigens nicht Step By Step sondern ihre kanonartige Version von Happy Birthday. Die mag ich auch heute noch gerne hören. Die Kassette hab ich allerdings irgendwann totgespielt.

…eigenes Haustier war ein Goldfisch. Unser Goldfisch hieß Hariet. Wie wir auf den Namen kamen weiß ich gar nicht mehr genau, ich weiß nur noch, dass wir den Namen aus dem Fernsehen hatten. Leider lebte Hariet nicht lange. Meine kleine Schwester (damals noch sehr! klein) meinte er müsste auch mal gebadet werden und gönnte ihm eine ordentliche Wäsche mit viel Schaum und gründlicher Schwamm-Rubbel-Aktion. Danach schlief Hariet komischerweise sehr tief und Mama brachte ihn ins Fischkrankenhaus (ich glaub es war in Wirklichkeit das Gästeklo) aus dem er auch nach 4 Jahren noch nicht wieder raus durfte. Irgendwann konnten wir meiner kleine Schwester das dann vorsichtig beibringen. Ich glaube, das war ihr erster Schock.

…mein erster Kuss fand ganz unspektakulär morgens vor der Schule statt. Schon Wochen vorher „gingen“ wir zusammen aber er traute sich nie mich zu küssen. Irgendwann war mir das dann zu bunt und ich drückte ihm den Kuss einfach auf. War aber dann doch irgendwie nicht das was ich mir erhofft hatte und so dauerte es kaum den Schulvormittag und ich hatte mich schon in jemand anderes verliebt, der bestimmt besser küssen konnte.

…eigene Wohnung war eigentlich nur ein Wohnheimzimmer. Aber in dem Studentenwohnheimzimmer waren auf 10 m² ein Bett, ein Schrank, Schreibtisch, Stuhl, Regale, Waschbecken mit Spiegel und Unterschrank, Kühlschrank und Bücherregale untergebracht. Im Endeffekt wohnte ich da keine 3 Monate, denn es regnete zum Fenster rein und das Waschbecken gab komische Geräusche von sich. Das Bad musste ich mir mit 8 anderen Studenten teilen und die Küche mit 16 Personen, die teilweise so schöne Dinge wie gebackene Schweineohren im Backofen aufbewahrten. Es war eine grandiose Zeit.

…Urlaub mit meinem zukünftigen Mann fand an der Nordsee statt. Über Silvester 2000/2001 waren wir für ein paar Tage in einem Hotel in Emden. Mit dem Zug hin und wieder zurück. Es war so romantisch…und so schweinekalt. Überall lag Schnee und die Straßen waren glatt ohne Ende. Am 31.12. sind wir nach Norderney rübergefahren mit der Fähre und haben dort einen wunderschönen Tag verlebt. Die Fotos von dem Tag hängen heute noch in unserem Wohnzimmer. Als wir wieder zurück zum Hotel wollten gab es mit der Fähre ein Problem. Aus irgendeinem Grund waren wir wohl langsamer als wir sollten und so verpassten wir den letzten Zug zurück von Norddeich nach Emden. Am Silvesterabend eine andere Fahrmöglichkeit zurück zu finden war auch nicht ganz so einfach, aber ein nettes älteres Pärchen nahm uns im Taxi mit bis zu sich und der Taxifahrer ließ sich bereitschlagen uns für 60 € (!) zurück nach Emden zu fahren, bei Schnee und Glatteis. Wir verpassten natürlich unseren reservierten Tisch für das Silvesterbuffett und stürmten gegen 21 Uhr völlig ausgehungert in ein chinesisches Restaurant in Emden in dem gerade die chinesische Großfamilie ihr Silvester gemeinsam feierten. An das Essen kann ich mich kaum noch erinnern, aber ich war glücklicher als jemals zuvor und das Feuerwerk über dem Hafen hat mich zu Tränen gerührt.

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