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Schlafverhalten – die ersten 4 Monate

29/08/2012

Ich möchte euch ein wenig von dem Schlafverhalten meines kleinen Helden berichten, vielleicht kann ja jemand etwas aus meinen Erfahrungen lernen. Aber vielmehr hoffe ich natürlich auf weisen Rat aus der Runde der anderen Mütter!!

Die ersten 2-3 Monate hat unser Sohn bei uns im Bett geschlafen. Wir hatten zwar einen Babybalkon, doch dieser war ihm irgendwie unheimlich und ich konnte ihn selten dazu bewegen auch nur eine Minute mehr als 5 Zentimeter von mir entfernt zu verbringen. Auch wenn das hieß, dass wir unser Bett geteilt haben und so ziemlich jede Gelegenheit für partnerschaftliche Nähe flöten ging, habe ich es sehr genossen meinen Sohn so nah bei mir zu haben. Außerdem hat es mir die Möglichkeit gegeben zwischen den doch sehr häufigen Stillphasen in der Nacht ein paar Minuten zu schlafen, ohne jedes Mal aufstehen zu müssen.

Unser Sohn wollte in den ersten drei Monaten alle 1-2 Stunden trinken. Das hieß, das in den meisten Nächten nicht mehr als 30-40 Minuten Pause zwischen zwei Stillphasen lagen. Meine Brustwarzen haben unglaublich geschmerzt und ich musste einfach ab und zu die Milch abpumpen. Dann hat mein Liebster den kleinen Mann „gestillt“ mit der Flasche. Das war zwar sehr aufwendig nachts (Pumpe anschmeißen, 15-30 Minuten pumpen, in Flasche füllen, Pumpe spülen, parallel gibt der Mann die Flasche während ich nicht im Raum sein darf weil es sonst nicht funktioniert), aber es gab meiner Brust die Gelegenheit sich zu erholen. Die Pumpe hat nämlich selten so wehgetan wie das Kauen meines geliebten kleinen Helden.

Kaum waren die ersten drei Monate vorbei hörten mit einem Schlag seine Blähungen fast vollständig auf und auch das Stillen wurde weniger schmerzhaft, da er jetzt nicht mehr gekaut hat. Und in diesem Zusammenhang fingen auch die ersten richtigen Nächte an. Mal acht, mal sechs und mal 9 Stunden am Stück schlief er ohne wach zu werden. Das hieß in den ersten Nächten für mich, zwischendurch abpumpen, sonst wäre ich geplatzt. Irgendwann hat sich auch meine Brust an die neue Situation angepasst und ich fühlte mich so ausgeschlafen wie selten zuvor. Wir haben die Gelegenheit auch genutzt und ihn in seinem eigenen Bett schlafen gelegt. Dieses steht nach wie vor bei uns neben dem Ehebett. Es ist direkt an meinem Bett drangestellt und ohne Zwischengitter, so dass ich mir das nächtliche Aufstehen sparen kann. Es war traumhaft und ich hatte schon ein wenig Hoffnung, es könnte eine Weile so bleiben. Doch dann kam der Urlaub und unser kleiner Held musste im Urlaub leider mit uns im Bett schlafen, da das Babybett vor Ort eher eine Zumutung als ein Schlafplatz war. Daran gewöhnte er sich viel zu schnell und so sah er auch zurück zuhause nicht wirklich ein, warum sich das jetzt wieder ändern sollte. Es brauchte schon wieder 2 Wochen bis er auch in seinem eigenen Bett schlief, nur nie mehr als 2 -3 Stunden am Stück. Und so ist es leider bis heute geblieben. Zwar geht das Stillen nachts mittlerweile viel schneller und wir sind nach 10 Minuten mit beiden Brüsten durch (kein Vergleich zu den anfänglichen 30 Minuten pro Brust!), aber die Frequenz ist mir immer noch zu hoch und von „durchschlafen“ sind wir noch sehr weit weg.

Allerdings ist mir auch klar, dass es nicht hilfreich ist, wenn unser kleiner Held tagsüber zu viel schläft. Aber ehrlich…was soll ich machen wenn er sich müde die Augen reibt und quengelt? Ihn krampfhaft wach zu halten bringt meiner Meinung nach da auch nicht viel. So schläft er vormittags, mittags und nachmittags jeweils 30-60 Minuten und teilweise dann auch nochmal am frühen Abend.

Mein Fazit:

+ Ich bin begeistert mit wie wenig Schlaf ich auskommen kann

+ Ich freu mich, dass er zumindest schon in seinem Bett schläft

– Die Trink-Häufigkeit nachts ist eindeutig zu hoch

– Er dreht sich ständig auf den Bauch und wird dann wach und weint, weil er es nicht allein wieder zurück schafft. Das raubt uns allen den Schlaf zwischen den Stillphasen
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Fällt euch irgendetwas ein, was wir mal probieren könnten?

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4 Kommentare leave one →
  1. 29/08/2012 12:27

    Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Also 3-mal nachts aufwachen zum Stillen hatten wir bis 13 Monate auch 😦 Inszwischen wenn wir Glück haben nur noch einmal. Bei uns war es eher umgekehrt. In den ersten 3 Monaten waren 5-6 Stunden a, Stück keine Seltenheit, aber als mit 4,5 Monaten die ersten Zähnchen kamen, wurden die Intervalle kürzer. Auch so alle 2-3h. Unser Knirps hat bis ca. 6 Monate auch 3x am Tag geschlafen. Auf alle Fälle lass ihn schlafen. Weniger Schlaf am Tag bringt meiner Erfahrung nach gar keine Pluspunkte für die Nachtruhe. LG Katrin

    • 30/08/2012 11:36

      Irgendwie tröstlich deine Worte, auch wenn ich mir ehrlich gesagt wünsche etwas früher schon mehr Schlaf zu bekommen 😉 Danke, das Du deine Erfahrungen hier mit mir teilst! LG

  2. 29/08/2012 19:43

    ich bedanke mich auch für deinen bericht! ich find es immer super interessant wie unterschiedlich es bei jedem kind und in jeder familie ist. da gibt es einfach keine regel….

    also die große wurde wg. einer saugverwirrung nur kurz und teilweise gestillt, war fast von anfang an ein guter schläfer und schlief mit etwa 9 monaten zuverlässig durch. in ihrem bett im schlafzimmer. nach etwa 1,5 jahren dann im familienbett, aus dem sie mit etwa 4 ausgezogen ist.

    die kleine…ähm…ja…schläft so lala. inzwischen.
    sie kam auf die welt und schlief im ersten halben jahr stetig eine halbe std. am stück. egal wo, egal bei wem. nachts im familienbett. es war schlimm….. nach einem jahr schlief sie etwa 1-2h am stück und ich wurde immer fertiger bis nichts mehr ging und ich sie mit etwa 17 monaten nachts absgestillt habe. danach schlief sie etwas besser, so 3h am stück? und seit sie nun ganz und gar abgestillt ist wird es wieder etwas besser. sie hat sogar schon ein paar mal (vielleicht fünf?) durchgeschlafen. unsere kinderärztin sagt, schlafen ist sowas wie laufen.das können die kinder, wenn sie eben soweit sind.
    und das aufwachen hat die natur sicher nicht ohne grund eingeführt. so hab ich mich immer getröstet…..

    wir haben bei der kleinen alles was ich kenne ausprobiert, damit sie vielleicht besser schläft.
    schlafplatz und schlafzeit wechseln, globuli, osteopathie, kinderarzt, lebensmittelunverträglichkeit, bett umstellen usw. usf.

    hat alles nix gebracht, ich bin also auch ein schlechter ratgeber.
    wir warten einfach 😉

    liebste grüße und alles gute euch für gute nächte

    halitha

    • 30/08/2012 18:06

      Wahnsinn, wie unterschiedlich die Kinder sind…sogar innerhalb einer Familie! Ich finde den Spruch deiner Kinderärztin sehr gut. Er wird es schon noch lernen, da glaub ich fest dran 🙂 Danke für deine Erfahrungen!! LG

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