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Zeit für mich ist Zeit für dich

27/11/2012

Ich komm zu nichts im Moment.

Das stimmt zwar nicht wirklich, aber es fühlt sich eben so an. Seitdem der kleine Held tagsüber nicht mehr gestillt wird, habe ich das Gefühl nur noch Brei zu sehen…5 Mahlzeiten am Tag sind schon ein Wort, finde ich. Und mein lieber Sohn fordert sie auch pünktlich lautstark ein. Eigentlich dachte ich ja, die Stillzeit wäre so anspruchsvoll…aber ehrlich, da hab ich mich sowas von geirrt. Stillen oder Fläschchen geben kann man nun wirklich immer und überall – zur Not auch mal im Bus. Aber Brei?

Heute zum Beispiel musste ich selbst zu einer Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Zum Hausarzt hätte ich den kleinen Helden nicht mitgenommen, da werd ich ja selber schon vom Wartezimmer-Bazillen-Dunst krank. Aber dieser Termin liess sich nicht anders einrichten und so mussten wir da gemeinsam durch.

Mit Umsteigen waren wir insgesamt eine dreiviertel Stunde unterwegs von Haustür zu Praxistür. Der Termin war um 10.15 Uhr angesetzt, vorort war ich allerdings erst um 10.34h, da der erste Bus in einem kleinen Verkehrschaos stecken blieb und wir somit den Anschluß verpassten. Der kleine Held war ein geduldiger Engel, er hatte nämlich vor der Abfahrt schon seinen ersten Frühstücksbrei bekommen. Aber die ganze Umsteigerei und Warterei haben ihn dann doch irgendwann klein gekriegt und so war er im Wartezimmer nicht bei bester Laune. Ich hatte mich natürlich telefonisch in der Praxis gemeldet, dass es später wird, aber natürlich musste ich auch dort wieder ein wenig warten. Dann schnell rein zum Dok, rauf auf den Stuhl und schwuppdiwupp war der Termin wieder vorbei. Gut so, ich hatte bereits das Quietschespielzeug aus den Untiefen der Wickeltasche ziehen müssen, um den kleinen Helden bei Laune zu halten. Als wir wieder in Winterjacken gehüllt draussen waren, freute er sich sichtlich, dass es weiter ging. Dann hieß es wieder auf Busse warten, umsteigen, Zwischenstopp zum Windelkauf im DM und bis wir zuhause waren, war es schon nach 13h und der kleine Held völlig ausgehungert. Ich hab ihm auf der Fahrt immer wieder Wasser gegeben und er bekam beim Zwischenstop ein Brötchen, dass er leidenschaftlich voll-lüllte und auf der Winterjacke verteilte. Mehr ging unter diesen Umständen nicht. Ich zog es sogar für einen kurzen Moment in Erwägung zu stillen, aber da es mittlerweile Wochen her ist, dass ich ihn Mittags gestillt habe bezweifel ich, dass die vorhandene Milchmenge zur Beruhigung der Situation beigetragen hätte. Zuhause wäre ich natürlich gerne erstmal in Ruhe angekommen, aber der Hunger des kleinen Helden verlangte schnellstmögliche Handlung. Stress!

Und doch ist es so zuckersüß zu sehen, wie mein kleines Leckermäulchen den Mund gaaaanz weit aufreisst und wohlig grinst, wenn es ihm schmeckt. Hach, dann ist es auch schon wieder schön und ich bin stolz, dass ihm mein Selbstgekochtes mittlerweile gut tut.

Des kleinen Helden Ernährungsplan sieht mit fast 8  Monaten so aus:

8 Uhr:Eigentlich stillen, heute aber Brei (Getreide mit Obst)

10.30h Spätstück – Obt mit Getreide und Öl

12 Uhr: Mittagessen – Gemüse mit Beilage (Kartoffel/Reis/Nudel), 3-4 Mal die Woche Fleisch und immer ein Schlückchen Öl und Orangensaft

16 Uhr: Tee – Getreide mit Gemüse

18 Uhr: Abendessen – Milch-Getreidebrei (4 EL Getreide mit halb Vollmilch, halb Wasser)

Um spätestens 24 Uhr meldet er sich dann zum Stillen und eigentlich reicht ihm das auch bis morgens, aber er wird noch oft wach und will nuckeln. Mal sehen wann wir ihm das abgewöhnen können.

Brei anrühren dauert keine 5 Minuten, dass Essen dauert meist ca eine halbe Stunde (manchmal geht es schneller, manches Mal braucht er gefühlte 100 Jahre). Aber darum geht es nicht, viel anstrengender ist, dass man zwischen den Mahlzeiten so wenig Zeit hat. Bis auf die Mittagspause, isst der kleine Held alle zwei Stunden. Und da natürlich das was oben rein geht auch irgendwann unten wieder rauskommt, sollte man die ganze Wickellei nicht außer Acht lassen. Mein Gefühl nichts zu schaffen, kommt also nicht von irgendwo her. Aber man lernt unheimlich gut zu planen und Aufgaben zu strukturieren…Mütter sind die wahren Zeitmanagement-Gurus!

Hattet ihr schon Zeit an dem Gewinnspiel teilzunehmen? Ein SpitzenArtiges Notizbuch wartet auf euch! ♥

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