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In Between

26/12/2012

Dazwischen.

Oft fühle ich mich getrieben. Von Terminen, Verabredungen, Pflichten. Die Wohnung, die Familie, Freunde, Beruf und Bedürfnisse wollen immerzu meine Aufmerksamkeit. Selbst wenn man es langsam angehen lässt, dem Wort Entschleunigung einen Sinn gibt und nicht alles mitnimmt…irgendwas ist immer.

Doch es gibt ein paar Tage im Jahr da ist das anders. Für mich ist vom 27. bis 30. Dezember eines jeden Jahres Luft. Einige Jahre habe ich diese Tage im Kloster verbracht. Einige Jahre habe ich an der Nordsee verbracht. Aber im Grunde ist es gleich wo man ist und es geht auch gar nicht darum was man so unternimmt und ob man überhaupt etwas unternimmt.Entscheidend ist für mich immer die Tatsache, dass ich alles vor Weihnachten schon erledigt habe. Die notwendigen Einkäufe, die Putzerei und alle anderen Verpflichtungen gehören dem vergangenen Jahr an. Die Behörden und Schulen, die Institutionen und Unternehmen, die meisten gönnen sich ein paar Tage Urlaub und sind erst im neuen Jahr wieder aktiv. Bis dahin ruhen alle noch laufenden und offenen Fragen und Angelegenheiten zwangsweise. Keine Maklertermine, keine Banktermine, keine zwingenden Verabredungen.

Vier Tage im luftleeren Raum, schwebend und frei. Das vergangene Jahr ist im Grunde abgeschlossen, das Neue noch nicht da. Eine Zeit in der es nicht darum geht etwas zu schaffen oder ein Ziel zu erreichen. Für uns sind diese vier Tage einfach Lust. Wir gehen raus, wenn wir wollen oder lassen es wenn wir nicht wollen. Wir treffen Freunde wenn wir Lust haben oder verschieben es auf’s nächste Jahr. Wir räumen und kochen, wenn uns danach ist oder lassen einfach alles liegen und gehen essen. Ganz wie uns der Sinn steht.

Auch das Kind ändert an diesem Zustand nichts…viel eher verleitet er uns dazu noch weniger zu machen und noch öfter zu spielen, zu kuscheln und zu lustwandeln. Seine Bedürfnisse erfüllen wir voller Liebe und Leidenschaft. Wir gewinnen daraus mehr Kraft und Lebensfreude als wir jemals für möglich gehalten hätten. Die einfache Art mit der er die Welt anfängt für sich zu entdecken, die Kleinigkeiten in unserem Heim, in unseren Gesichtern, in unserer Sprache auf die er uns hinweist. All das gibt diesen unendlich leichten Tagen noch mehr Leuchtkraft.

Bei mir wird es vielleicht hier noch einen Jahresrückblick geben, wenn mir danach ist. Vielleicht auch nicht, denn heute Abend gehöre ich dem Liebsten sobald der kleine Held im Bett ist und morgen…ja, morgen lasse ich mich treiben. Sollte ich nicht hierher getrieben werden, lest ihr 2013 wieder von mir! Ganz sicher! Denn im Grunde meines Herzens ist dieser Blog hier auch so etwas wie dieser traumgleiche Zeitraum zwischen den Jahren. Hier lasse ich mich treiben und zeige und erzähle euch nur wann und was mein Herz schlagen lässt.

Danke, dass ihr hier mitlest, kommentiert und so zahlreich wiederkommt! Habt wunderschöne freie Zeit! ♥

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2 Kommentare leave one →
  1. 26/12/2012 23:33

    Ein wunderbar geschriebener Post, liebe iLilly! Aus dieser Perspektive hatte ich diese Tage noch nicht gesehen, aber Du hast völlig recht. Es fühlt sich irgendwie so ruhig an und ohne Hektik. Kloster kling interessant! Lasst Euch treiben in den nächsten Tagen. LG Katrin

  2. 28/12/2012 16:07

    schön beschrieben! passt genau. und geht mir auch so. ich wünsch euch eine tolle zeit!
    liebe grüße!

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