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Das ist passiert…

22/05/2013

Ihr wisst ja, dass wir vor ca. 4 Wochen umgezogen sind. Bis dahin lief auch alles reibungslos. Die Renovierungsarbeiten und die Umzugsvorbereitungen hätten besser nicht laufen können…

Doch dann kam das Chaos.

Am Umzugstag erfuhren wir zu einem unglücklicherweise schon sehr späten Zeitpunkt, dass der Transporter unter einem Motorschaden litt. Wir versuchten mit der tatkräftigen Unterstützung unserer wirklich grandiosen Helfer mit einem kurzfristig noch organisierten Bulli und vielen vielen privaten PKWs das Unheil abzuwenden (war natürlich schon zu spät für einen neuen Transporter, denn wie wir jetzt wissen machen die Autovermietungen in Münster Samstagsmittags Wochenende!). Doch es kam wie es kommen musste, die ganze Organisation wurde über Bord geworfen und nach 4 sehr ermüdenden Fahrten haben wir die Aktion abgebrochen. Im Haus war kein Durchkommen mehr. Alle hatten die Pakete und Möbel kreuz und quer abgestellt. „Erst mal raus aus den Autos“ war ja das Motto, damit möglichst schnell eine neue Fuhre gefahren werden konnte. Ich hatte nicht mehr den blassesten Schimmer wo unsere Kleidung, unser Essen, der Babykoffer für die ersten Tage etc. waren. Ob im Haus oder auf der anderen Seite der Stadt in der halbleeren Wohnung?! Als alle gegangen waren und wir mit dem kleinen Helden und dem Chaos allein waren, haben wir nicht mal mehr zu Abend gegessen und sind einfach nur halb tot auf die Matratzen gefallen. Gott sei Dank, wir hatten in den Tagen vor dem Umzug das Zimmer des kleinen Helden schon fast fertig eingerichtet. So konnte er mit den gewohnten Möbeln und Gerüchen in seinem Bettchen im eigenen Zimmer schlafen. Mein Schwesterherz hatte ihn tagsüber auch schön müde gespielt und regelmäßig mit Brei und Getränken versorgt. Das (!!!) hätte ich beim besten Willen nicht mehr parallel hinbekommen. Es war auch dringend nötig, dass er in seinem eigenen Zimmer schlief, denn es hätte ihm sicherlich nicht gut getan meinen verzweifelten Heulkrampf mitzuerleben.

Doch irgendwann waren die Tränen ausgeweint und den Sonntag verbrachte ich mit hin und her räumen Aufräumen im Haus, während der Liebste weitere Fuhren Umzugskleingedöns mit dem Auto quer durch Münster kutschierte. Wenn wir unsere Freunde nicht gehabt hätten, die trotz eines sehr chaotischen und anstrengenden Samstags am Montag nach der Arbeit wieder bereit waren mit anzupacken…wir würden immer noch hin und her fahren…wir hätten ein Profiunternehmen sehr teuer bezahlen müssen, um uns aus dem Chaos zu retten.

Montag früh war es dann ganz einfach einen Großen Transporter zu bekommen…

Darauf folgte eine Woche lang Extrem-Aufräumen. Wo ist welcher Karton und wo muss er hin, welche Möbel zuerst aufbauen und zwischendurch natürlich immer den kleinen Helden bei Laune halten und die Urlaubsvorbereitungen nicht aus den Augen verlieren.

Gerade als wir dachten, es hätte ja doch ein gutes Ende genommen, jagte uns die Waschmaschine den nächsten Keil zwischen die Beine und wir holten noch in der Nacht vor unserem Abflug irgendwas zwischen 20 und 20 Millionen Liter Wasser aus unserem schönen Keller. (Ihr wollt nicht wirklich wissen, was da alles, neben dem Werkzeug, den Koffern, Maschinen, elektrischen Geräten etc., auf dem Boden stand und ordentlich durchweicht wurde.)

Ihr könnt euch sicher meine Laune vorstellen und die Tatsache, dass ich erst kurz vor dem Urlaub meine Kamera gefunden habe. Somit gibt es von dem Chaos der Tage vor dem Urlaub auch keine Bildbeweise. Zum Glück! Es gibt Dinge, an die will ich mich nicht erinnern!

Im Urlaub wurde fleißigst erholt und auch wieder fotografiert. Auf Instagram konnte man ja so einiges sehen. Aber ich zeig euch natürlich gerne noch mehr. Kommt alles!

Der besagte Urlaub liegt allerdings jetzt auch schon wieder fast 2 Wochen zurück. Gut das wir da solche enormen Kraftreserven getankt haben. Denn die Küche will noch aufgebaut, der Boden im Wohnbereich verlegt werden und im ganzen Haus müssen noch Fußbodenleisten her. Ja, das alles müssten wir machen…stattdessen sitze ich hier auf dem Boden unseres Schlafzimmers und schaue meinen beiden kranken Männern beim Schlafen zu. Der kleine Held hat den Liebsten mit einer fiesen Magen-Darm-Grippe angesteckt. Fieber hat der Große zwar nicht, dafür der Kleine doppelt. Magen-Darm allein wäre auch zu einfach, nach 14 Monaten kann man sich keinen besseren Zeitpunkt für den 3. Zahn vorstellen! 😉

Alles in allem, es klingt schlimmer als es aussieht ist. Natürlich wäre es schöner, wenn der männliche Teil der Familie gesund wäre, aber man kann nicht alles haben. Und wenn es mir hier drin stinkt, wisst ihr was ich dann einfach mache? Raus in den Garten! Den Luxus schenke ich mir jetzt so oft wie möglich und da ist mir das doofe Regenwetter einfach mal total egal! Oder ich gehe ganz langsam allein durchs Haus und pröddel hier ein wenig, schieb was weg, räum etwas ein. Hier kommt keine Langeweile auf und ich freu mich über jede kleine Entwicklung, die mich hier im neuen Stadtteil, im neuen Haus ein wenig mehr Zuhause sein lässt.

So, jetzt wisst ihr was mich bisher davon abgehalten hat mich zum Bloggen zu motivieren. Alles faule Ausreden eigentlich, oder?!

😉

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7 Kommentare leave one →
  1. 22/05/2013 17:17

    Schön wieder von dir zu lesen 🙂 Auch wenn nicht alles glatt gelaufen ist… ich hoffe in ein paar Wochen könnt ihr über die chaotisches Anfangszeit lachen, wenn ihr euch die Sonne in eurem Garten auf den Bauch scheinen lasst !

  2. 22/05/2013 17:52

    Oh Lilly, das klingt ja dramatisch. Aber ich kenne solche Umzüge, wahrscheinlich der Grund, weshalb ich erstmal davon absehen will 😉 Der Rockstar und ich mussten den letzten Umzug (zwei Whg in eine verlegen) alleine stemmen, weil all unsere Helfer kurzfristig abgesagt haben! Ich schaue aber jeden Tag, wenn ich zur Arbeit fahre einmal kurz rüber und musste heute feststellen, dass ihr jetzt auch Blümchen vor der Tür habt 🙂 Halte durch, es hat irgendwann ein Ende und dann lachst du drüber!

    Liebe Grüße,
    lindsch

  3. 22/05/2013 19:04

    Nah da hast Du im Moment wohl wichtigeres zu tun, als den Blog zu „befüllen“. Man muss sich ja erst so richtig Zuhause fühlen, nach so einem Chaos! Viel Glück im neuen Heim!

  4. fraubrause permalink
    22/05/2013 20:34

    Oh je, ich kann deine Heulkrämpfe nachempfinden – sooooo gut! Du Arme. Und nun noch krank – wie gruselig!Gute Besserung

  5. 22/05/2013 20:41

    Schön, wieder von dir zu lesen! Gute Besserung erst einmal an die beiden Helden! …und dann hoffe ich, dass ihr euch ganz bal heimisch fühlt im Haus und das Chaos ganz schnell vergessen könnt!
    Liebe Grüße! Sonja

  6. 29/05/2013 22:05

    Oh oh. Ich lese das jetzt erst, da wir selber erst aus dem Urlaub wieder da sind. Da kam ja wirklich alles aufeinander bei Euch!!! Ist ja leider meistens so. Ich hoffe, es geht Euch jetzt besser und dass ihr Euch Schritt für Schritt im neuen Heim einlebt. Sei ganz lieb gegrüßt, Katrin

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  1. 2013 – ein kleiner Fotorückblick | i.Lilly

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