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Der normale Tag

25/09/2013

Es warten eigentlich noch schöne Artikel über den Junggesellinnenabschied und die Hochzeit der Besten auf ihre Vollendung. Und ich würde euch so gerne einige der DIY Aktionen für’s Haus zeigen. Aber heute werde ich es vermutlich wieder nicht schaffen. Denn das Leben ist so unglaublich voll und ich versuche jede freie Minute mit dem kleinen Helden zu genießen. Er wächst so schnell!

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Manchmal frage ich mich, was ich so an einem normalen Tag ante filius eigentlich gemacht habe. Wie viel produktiver ich heute sein kann verwundert mich manchmal. So viele unfassbar wertvolle Momente passen heute in einen einzigen Tag!

Gestern z.B. war so ein ganz normaler Tag…

6.30h Aufstehen, Duschen, Anziehen, Tasche packen (Brotdose vergessen)

7.10h Der kleine Held wird geweckt, gewaschen, gewickelt, angezogen und mit einem Müsli Keks beglückt. Er frühstückt in der Betreuung erst um halb neun, das ist ganz schön spät für einen kleinen leeren Helden-Magen. Leider hat er mehr Spaß am Verstecken von Dingen im Moment und während ich nochmal ganz kurz ein paar vergessene Unterlagen aus dem Schrank krame, steckt er seinen angelüllten Keks in meinen Stiefel. Somit muss ich jetzt erstmal Kekskrümel aus meinem Stiefel rauspulen, ruiniere mir dabei die Strumpfhose und muss mich nochmal umziehen. Anschließend das Kind wieder einfangen und in die Regenmontur stecken.

7.35h Abfahrt zur Kita (Seht ihr was ich meine? Was man so in 25 Minuten alles schaffen kann ohne wirklich Streß zu empfinden? Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich morgens im Auto die Uhrzeitangabe am Radio sehe. Und dann dreh ich die Musik auf und der kleine Held und ich singen lauthals.)

7.45h Ankunft Kita, kleiner Held will selbst den Weg hoch laufen und dabei wirklich jede Pflanze am Weg bewundern.

7.55h Ankunft Kita Tür. Ab hier übernimmt der Engel einer arbeitenden Mutter: die Betreuerin.

8.05h Abfahrt Richtung Büro

8.20h Stau, CD Wechsel…

8.28h Ankunft Büro, erstmal Kaffee und Frühstück…ach nein, ich hab die Brotdose vergessen…dann nur Kaffee.

8.30h bis 12.30h Arbeiten, ca. 500 Mal das Handy checken ob nicht doch ein Anruf aus der Kita kommt (gestern hatte die kleine Freundin Fieber…)

12.30h Schnell noch zum Supermarkt sonst haben wir kein Brot heute Abend!

13.30h Zuhause, Aufräumen, Telefonate erledigen, Lüften, Spielsteine aus dem Sofa pulen, Fegen, Spülen, Fahrrad checken

14.45h der Liebste ist schon zuhause, was für ein Glück! Schnell ein Teller Suppe aufwärmen und drei Worte wechseln. Er spurtet direkt wieder los (A working dads struggle, dann ein andernmal).

15.00h Ab auf’s Rad und Richtung Kita.

15.15 Mist! Ich hab mich schon wieder verfahren! Handy, hilf!

15.30h Endlich da (Weg dauert normal 10 Minuten!). Mit der Erzieherin quatschen, den kleinen Helden vom Spielen weg und in die Jacke und Schuhe lotsen.

16.00h Rein in den Anhänger, kleiner Held! Und wir düsen, düsen, düsen…(der kleine Held ruft jedes Mal „Ding Dong“ wenn uns jemand entgegen kommt)

16.10h Daheim (Wieso finde ich den Rückweg immer auf Anhieb?). Schnell eine Runde Fußball im Garten. Nein, bitte nicht das Laufrad aus der Garage holen, wir müssen doch rein. Ach was soll’s, eine kleinen Runde um’s Haus sitzt schon noch drin.

16.30h Besuch ist da! (Heute Freunde aus Düsseldorf, die den kleinen Helden lange nicht gesehen haben und bewundern wollen. Man kann diesen Punkt auch beliebig gegen Krabbelgruppe/Kinderturnen oder einfach nur Spielplatz austauschen.) Kaffee, Kuchen/Obst essen, kleinen Helden wickeln, Krümel fegen. Quatschen und spielen nicht vergessen!

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18.00h Besuch verabschiedet sich. Abendbrot.

18.30h Kleiner Held und der Liebste essen noch in Ruhe zu Ende bevor sie die Wäsche fertig machen. Der kleine Held geht um 19.30h ins Bett und der Liebste setzt sich an den Schreibtisch. Ich fahr währenddessen zu einer Abschiedsveranstaltung für einen Kollegen, bringe auf dem Weg noch ein paar geliehene Filzdecken zurück und kehre um 22h heim.

22.30h Wenn ich jetzt noch dusche, kann ich morgen 10 Minuten länger schlafen…oh, nein, vielleicht doch besser morgen…

01:00h Der kleine Held hat Durst. Wie gut, dass der Liebste uns rettet und schnell rübergeht.

Das Leben ist gut zu mir und mir ist bewusst wie viele andere Mütter und Väter es gibt, die noch viel mehr leisten an so einem Tag. Ich wüsste allerdings nicht, wie ich das ohne meinen Liebsten alles schaffen würde, denn er macht viel mehr im Haushalt als ich mir wünschen könnte.

An manchen Tagen ist sogar Zeit zum Nähen oder Fotografieren. An den Meisten Tagen nehme ich mir den Nachmittag komplett, um dem kleinen Helden meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Er fehlt mir so, wenn ich im Büro bin und oft habe ich abends das Gefühl, ich verpasse zu viel. Aber er entwickelt sich prächtig. Teilt und spielt mit den anderen Kindern und saugt jeden Input, den wir ihm bieten, wie ein Schwamm auf. Mehr kann ich mir nicht wünschen.

Dauermüde aber stetig zufriedener ist eine treffende Zusammenfassung.

Was wäre eine treffende Zusammenfassung eures Tages? Seid ihr zufrieden mit dem was ihr schafft? ♥

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4 Kommentare leave one →
  1. fraubrause permalink
    26/09/2013 20:43

    Ich kann deinen Ablauf echt nachempfinden, hier isses ähnlich schnelllebig. Früher habe ich mehr kreatives auf meinem Blog zeigen können und nun erzähle ich hier auch oft vom normalen Wahnsinn 🙂 mich hat’s gefreut zu lesen, dass es bei euch ganz ähnlich ist

  2. 26/10/2013 09:44

    Oh ja, es ist immer was los und der Tag ist eigentlich immer zu kurz… Aber trotzdem schafft man ja sehr, sehr viel und kann eigentlich ziemlich zufrieden mit sich sein 🙂

    Glg und ein schönes Wochenende

    halitha

  3. 11/11/2013 11:05

    Vielen Dank für den Artikel. Das kann jede Mutter nachempfinden. Ich bin mal mehr und mal weniger zufrieden mit dem was ich am Tag geschafft habe. Aber das ist sicher auch normal. LG

Trackbacks

  1. 2013 – ein kleiner Fotorückblick | i.Lilly

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